US-Luftstreitkräfte heben ab

Verlegung der Rhein-Main Air Base nach Rheinland-Pfalz 

Um für die Modernisierung und Erweiterung des Frankfurter Flughafens die Flächen der US Air Force nutzen zu können, unterschrieben am 27.07.1999 die Vertragspartner Bundesrepublik Deutschland, Flughafen Frankfurt (FRAPORT AG), USA (US-Luftstreitkräfte Europa/USAFE), Rheinland-Pfalz und Hessen eine Verlegungsvereinbarung. Ziel war es, dass bis zum 31.12.2005 die auf dem Flughafen Frankfurt am Main stationierten US-Luftstreitkräfte nach Rheinland-Pfalz verlegt werden. Die US-Streitkräfte sahen gleichzeitig die Chance, die militärische Einsatzkraft der amerikanischen Luftwaffe zu bündeln.
Damit eine solche Verlegung möglich war, musste die rheinland-pfälzische Bauverwaltung zunächst die baulichen Voraussetzungen an den Zielflughäfen schaffen. Zwei komplexe luftverkehrsrechtliche Genehmigungsverfahren waren zum Ausbau der beiden Stützpunkte in Ramstein und Spangdahlem nötig.
Nach einer dreijährigen Planungsphase wurden, gestaffelt über eine Bauzeit von vier Jahren, 37 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 450 Millionen Euro umgesetzt.

Die Aufgaben für die Bauverwaltung umfassten:

  • Landbeschaffung

  • Durchführung öffentlich-rechtlicher Verfahren

  • unterschiedliche Anhörungen im Rahmen der Genehmigungsverfahren

  • ein umfangreiches Schallschutzprogramm

  • termingerechte Fertigstellung

Die Bauverwaltung Rheinland-Pfalz hat an diesem einmaligen, gemischt finanzierten Projekt ihre fachliche Kompetenz unter Beweis stellen können. Am 10. Oktober 2005 verließ symbolisch die letzte US-Militärmaschine den Frankfurter Flughafen in Richtung Ramstein.

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