Ein Flughafen fliegt aus

Verlegung der Rhein-Main Air Base nach Rheinland-Pfalz 

Am 23.12.1999 haben die Vertragspartner Bundesrepublik Deutschland, Flughafen Frankfurt (FRAPORT AG), USA (US-Luftstreitkräfte Europa/USAFE) Rheinland-Pfalz und Hessen die Verlegungsvereinbarung unterschrieben mit dem Ziel, dass bis zum 31.12.2005 die auf dem Flughafen Frankfurt am Main stationierten US-Luftstreitkräfte nach Rheinland-Pfalz verlegt werden. Dadurch soll die strategisch militärische Einsatzkraft der amerikanischen Luftwaffe gebündelt werden. Gleichzeitig erhält der Flughafen Frankfurt am Main die Chance, die ehemaligen Flächen der US Air Force in die Modernisierung und Erweiterung des Flughafens mit einzubringen.  Die baulichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, die diese Verlegung erst möglich machten, war die große Herausforderung der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung.

Zwei komplexe luftverkehrsrechtliche Genehmigungsverfahren waren zum Ausbau der beiden Stützpunkte in Ramstein und Spangdahlem nötig. Nach  dreijähriger Planungsphase und einer Bauzeit von rund drei Jahren ist es gelungen, 37 Einzelprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 600 Millionen Euro so fertig zu stellen, dass vorzeitig am 10. Oktober 2005 die letzte US-Militärmaschine Frankfurt in Richtung Ramstein verlassen und sicher auf der neuen Start- und Landebahn landen konnte. Damit wurde das vorgegebene Ziel erfüllt.

Die Bauverwaltung Rheinland-Pfalz hat an diesem einmaligen gemischt finanzierten Projekt ihre fachliche Kompetenz unter Beweis stellen können. Die Aufgaben waren vielfältig:

  • Landbeschaffung,
  • Durchführung öffentlich-rechtlicher Verfahren,
  • unterschiedliche Anhörungen im Rahmen der Genehmigungsverfahren,
  • ein umfangreiches Schallschutzprogramm,
  • termingerechte Fertigstellung.

 

 

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