20.11.2019 |

Das Amt für Bundesbau hat einen neuen Direktor: Reinhard Simon

Christoph Strohschneider in Ruhestand verabschiedet

Foto ABB: LBB-Geschäftsführer Holger Basten, Finanz-und Bauministerin Doris Ahnen, neuer Direktor im Amt für Bundesbau Reinhard Simon, scheidender Direktor Christoph Strohschneider, Unterabteilungsleiter Ralf Poss aus dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, BW II, Bundesbauten (v.l.n.r.).

20.11.2019 Großer Bahnhof im Zentrum Baukultur auf Einladung des rheinland-pfälzischen Ministeriums der Finanzen zur offiziellen Verabschiedung des langjährigen Direktors Christoph Strohschneider und zur Amtseinführung seines Nachfolgers Reinhard Simon, der bereits Anfang November seine Arbeit in der Wallstraße 1 aufgenommen hat.

„Christoph Strohschneider hat das Amt für Bundesbau in den vergangenen Jahren kompetent und engagiert geführt. Er war Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie Kolleginnen und Kollegen aus anderen Behörden immer ein geschätzter Ansprechpartner und hatte stets das Gelingen der Projekte im Blick“, sagte Finanz-und Bauministerin Doris Ahnen.

Reinhard Simon ist seit 1982 im Dienst der rheinland-pfälzischen Bauverwaltung. Der Architekt war über viele Jahre in unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Leitungsfunktionen beim Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) beschäftigt und bringt aus seiner langjährigen Tätigkeit viele wertvolle Erfahrungen, insbesondere im Bereich Bundesbau, mit. Herr Simon war nach Leitung der LBB-Niederlassungen an den Standorten Diez und Trier zuletzt als Leiter der LBB-Niederlassung Koblenz tätig. Ahnen: „Durch seine vielfältigen Erfahrungen innerhalb des Landesbetriebs LBB wird Herr Simon das Amt für Bundesbau kompetent und engagiert führen. In den von ihm geleiteten Niederlassungen wurden und werden bedeutende Bundesbaumaßnahmen betreut und durchgeführt. Er hat dabei wiederholt unter Beweis gestellt, dass er selbst schwierigste Projekte als besondere Herausforderung ansieht und engagiert gestaltet.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Bundesbau, des Ministeriums, der LBB-Niederlassung Koblenz, der LBB-Zentrale und anderer Niederlassungen sowie viele langjährige Wegbegleiter und Freunde waren gekommen, um Reinhard Simon zu gratulieren und Christoph Strohschneider herzliche Abschiedsworte mit auf den Weg zu geben. Mal thermodynamisch wie durch ABB-Personalratsvorsitzenden Christian Kaspar, mal stolz und selbstbewusst wie durch Felix Edlich, Abteilungsleiter der Abteilung Bauen und Wohnen des Ministeriums, der betonte, dass sich das rheinland-pfälzische Eigengewächs Simon in einer bundesweiten Ausschreibung gegen weitere Mitbewerber durchgesetzt hat. Gärtnerisch ging es in der Rede von Reinhard Simon weiter, der Metaphern wie Blumen und Beete nutzte, um die Arbeit des ABB greifbarer zu erklären. Gartenbesitzer in Rheinland-Pfalz ist die Landesregierung, sie habe einen Gärtner angestellt, das sei Herr Basten, „Chef des LBB“, der mit seinen Niederlassungsleitern die einzelnen Beete bestellt. Eigentümer der Gartenkolonie sei der Bund – und der äußere hin und wieder den Wunsch für sich zu bauen – oder für Freunde: die US-Gaststreitkräfte und die Bundeswehr. Der Eigentümer der Gartenkolonie habe mit den einzelnen Gartenbesitzern eine Vereinbarung auf der Basis eines Gesetzes getroffen, wonach sie mit ihrem eigenen Personal auch Arbeiten für den Eigentümer der Gartenkolonien im eigenen Garten und auf den eigenen Beeten durchführen – „das ist die Organleihe“.

Lalit Wadhwa vom US Army Corps of Engineers bedankte sich bei Christoph Strohschneider für die vertrauensvolle Kooperation in den vergangenen 13 Jahren und LBB-Geschäftsführer Holger Basten baute darauf, dass in der Führungsetage des ABB auch weiterhin „Entscheidungsfreude und Pragmatismus“ angesiedelt sein werden. Strohschneider schilderte wichtige Stationen seines 42-jährigen Berufslebens und Unterabteilungsleiter Ralf Poss aus dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, BW II, Bundesbauten, schilderte die Besonderheit, die das Direktorenamt im ABB mit sich bringt: „Sie sind Diener zweier Herren, unterstehen der Fachaufsicht des Bundes und der Dienstaufsicht des Landes.“ Immer wieder sei es notwendig die Bedürfnisse beider Seiten auszutarieren. An Christoph Strohschneider habe er vor allem seine klare Ansage geschätzt, er sei sattelfest, erfahren, zupackend und belastbar – sowie konservativ und innovativ zugleich, dabei „absolut bundestreu

Sein Dank galt Felix Edlich und dem Land Rheinland-Pfalz. Es sei erfreulich, dass ein nahtloser Übergang zu Reinhard Simon erfolgt ist, ohne Diskontinuität. An den neuen Direktor gerichtet, den er als sehr geeigneten und befähigten Macher beschrieb, gab Poss diese Hermann-Hesse-Worte mit auf den Weg:

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied (vom Land und LBB!) sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben (pro Bund!).
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

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